Aktion Fußgängerzone am 18.09.2008
Rad.fahren.erlauben
Rücksichtsvolles Radfahren in Fußgängerzonen zu erlauben ist das Ziel einer Protestaktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Landesverband Bremen am Donnerstag, 18. September.
Wer die Radstation über den Bahnhofsplatz erreichen will, wer per Rad in der Obernstraße oder in der Gerhard-Rohlfs-Straße einkaufen will, handelt verboten oder ist zu großen Umwegen gezwungen. Für viele Radfahrer sind dies tägliche Verkehrsbrennpunkte. Der ADFC tritt mit der Aktion dafür ein, das Radfahren in wichtigen Bremer Fußgängerzonen zu erlauben. Wo genügend Platz für ein rücksichtsvolles Miteinander ist, sollte die ohnehin meist tolerierte Praxis auch legalisiert werden. Wer sich nicht an die Grundregeln ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme halte, könne auch durch Verkehrsschilder nicht ausgebremst werden.
Der ADFC verweist darauf, dass in vielen anderen Städten, beispielsweise in Münster in ausgedehnten Fußgängerbereichen, in Hannover auf dem Bahnhofsplatz oder in Frankfurt auf der Zeil Radfahren mit guten Erfahrungen seit Jahren erlaubt sei. Der ADFC hat wenig Verständnis dafür, dass in Bremen die Uhren anscheinend anders gehen. Wo Straßenbahnen und Busse zugelassen sind, in Zeiten, in denen Lieferverkehr stattfindet oder wenn wenige Fußgänger unterwegs sind, spreche nichts dagegen, auch Radfahrer zuzulassen. Dazu sollen bei der Aktion auch Passanten befragt werden.
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