So wie nie zuvor:
Der Kirchentag war fahrradfreundlich
Alle Erwartungen wurden übertroffen: Eine größere Veranstaltung hat Bremen noch nicht erlebt. Ein Kirchentag mit so vielen Rad fahrenden BesucherInnen war für alle neu. Hier ein paar Schlaglichter vom fahrradfreundlichsten Ereignis des Jahres:
Das Kirchentagsrad erfüllte alle Anforderungen an Qualität und vielfältige Einsatzmöglichkeiten zu einem ausgezeichneten Preis. ADFC, Hersteller und Händler hatten gemeinsam das Konzept für dieses „Event-Rad“ entwickelt. Über 800 Kunden fanden das Angebot gelungen. Und auch vor dem Kirchentag war das Rad schon ein hervorragender Botschafter für die Fahrradfreundlichkeit der Veranstaltung.
Tipp:Noch sind einige der begehrten Kirchentags-Räder der Marke Rabeneick zu haben:
Infos und online-Bestellformular finden sie hier...
Oder persönlich vorbeischauen: 123Rad in der Radstation am Hauptbahnhof Bremen, Tel 0421 / 16 90 100
600 Leihräder aus Spenden und Fundamtsbeständen wurden fahrtüchtig gemacht von den gemeinnützig arbeitenden Werkstätten BWU, Fahrradpark Tenever, Recyclinghof Findorff und WaBeQ. Ein Team von mehreren Dutzend Kirchentags-HelferInnen sorgte für die reibungslose Ausleihe und Rückgabe.
Verluste? Keine!
1.000 mobile Fahrradparkbügel für 2.000 Räder wurden zusätzlich geliehen und anschließend von der Messe und der Stadt Bremen übernommen. Ein Großteil davon wird in den nächsten Wochen in Bremer Stadtteilen fest aufgestellt.
Viele hundert Gäste reisten mit dem Rad an. Sie kamen aus Kaiserslautern und Kellinghusen, sogar aus Dresden und Stuttgart. Viele waren in Gruppen mit dem Rad nach Bremen unterwegs. Am Eröffnungstag trafen sie sich in Syke, Achim, Delmenhorst und Lilienthal und legten die letzte Etappe gemeinsam zurück, begleitet von Polizei und unserem Filmteam. Die Begrüßung der radelnden Kirchentagsgäste an einer Bühne am Osterdeich war ein Novum beim Kirchentag und die Bilder von dort schafften es sogar in die Tagesschau.
Die Anbindung der Überseestadt an die City gelang dem Kirchentag wunderbar: per Rad! Das alte Hafenrevier im Umbruch wurde lebendig. Mit Schiffen und Bühnen im Europahafen, mit dem Markt der Möglichkeiten auf bislang brachliegenden Flächen, und mit einem nahezu ununterbrochenen Fahrrad-Pilgerstrom dorthin und zurück. Zur Orientierung trugen auch die neu installierte Fahrradwegweisung sowie der fahrradfreundliche Kirchentagsstadtplan
Das Fahrrad erwies sich als optimales Verkehrsmittel einer dezentralisierten und doch zentralen Großveranstaltung mit schätzungsweise zehntausend Dauer-BesucherInnen. Sogar der amtierende Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeyer soll auf dem Kirchentagsrad gesichtet worden sein. Und das vom Bundesverkehrsministerium geförderte Konzept überzeugte auch die Jury des Wettbewerbs „Best for bike“: Der fahrradfreundliche Kirchentag wurde im Mai in Berlin als „fahrradfreundlichste Entscheidung 2009“ geehrt.
Gutes tun und weitererzählen!
Wie weitere Großveranstaltungen fahrradfreundlich zu gestalten sind, war Thema einer Experten-Konferenz am 2. November 2009 in Bremen. Dort fand auch die Filmpremiere des Dokumentationsfilms zum Projekt statt.
Hier können die Vorträge heruntergeladen werden.
Der Bremer Filmer Matthias Sabelhaus hat eine 18-minütige Videodokumentation über den Fahrradfreundlichen Kirchentag produziert. Sie ist bei der Fachkonferenz zu sehen und kann als DVD (für 5 Euro + Versand) oder direkt über den radort bremen bezogen werden.
www.Disc2Disc.de
Gefördert im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans
Projektträger
Informationen über die Angebote des Kirchentags und zur Fahrradfreundlichkeit finden Sie auch unter: www.kirchentag.de
|