ADFC Bremen





Wir über uns Service Reisen Radverkehr ADFC-Aktionen ADFC-Positionen Arbeitskreis Verkehr Fahrradparken Große Anfrage 2006 zu Frage 3 zu Frage 6 zu Frage 9 zu Frage 10 zu Frage 13 zu Frage 16 zu Frage 19 zu Frage 21 In Bremen Radverkehrsstadtplan Sackgassenaufkleber Sichere Schulwege Wege zum Radfahren Bundestagswahl 2009 Kind und Rad Events Kontakt

ADFC-Stellungnahme zur Antwort des Senats auf die Große Anfrage Radverkehr der Fraktionen von SPD und CDU

Nur die halbe Wahrheit -
ADFC kritisiert Antwort des Bausenators zum Radverkehr

In der Bremischen Bürgerschaft wurde das Thema Radverkehr behandelt. Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr beantwortete die Große Anfrage der Fraktionen von SPD und CDU zu diesem Thema. Viel zu positiv dargestellt, findet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club darin die Radverkehrssituation in Bremen. Der stellvertretende Vorsitzende Tobias Wolf kritisiert: "Die Antwort des Senators gibt leider die Wirklichkeit nur sehr unvollständig wieder. Verschwiegen wurden gravierende Versäumnisse und Pannen der vergangenen Jahre."

Zum Beispiel werden Baumaßnahmen an Brennpunkten für den Radverkehr verschleppt: Dazu gehören Tiefer, Wilhelm-Kaisen-Brücke und Falkenstraße/ Kaufmannsmühlenkamp. Sie sind Bestandteil des Innenstadtsofortprogramms "Zielplanung Fahrrad" 2003 und bis heute noch nicht in Angriff genommen.

Weiter kritisiert der ADFC die Geldverschwendung für überflüssige Radwege in Tempo-30-Straßen. Sanierungsbedürftige Radwege an Hauptstraßen hingegen werden schon seit Jahren ignoriert.

Außerdem werden manche Radverkehrsanlagen noch nach veralteten Standards gebaut und die "Empfehlungen für den Bau von Radverkehrsanlagen" (ERA) nicht beachtet. Zudem wird die "Koordination aller Planungen" des öfteren ausgehebelt: Einzelne Stellen in der Straßenverkehrsbehörde neigen zu Alleingängen.

Verschwiegen worden sind auch die verschlechterten Ampelschaltungen für den Radverkehr. Der ADFC hat konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet und sie dem Amt für Straßen und Verkehr vorgelegt. "Doch es tut sich nichts", sagt Tobias Wolf. Zur Realisierung verbesserter Ampelschaltungen muss ein gesondertes Finanzierungsprogramm aufgestellt werden.

Verstärkt sollte bei künftigen Verbesserungsmaßnahmen auf die Qualität der Verknüpfungen wichtiger Fahrradachsen geachtet werden. Oft erhöhen punktuelle Überplanungen (z.B. an einzelnen Kreuzungen) deutlich die Qualität des Gesamtnetzes.

Attraktive Verbindungen quer durch die Stadt sehen fürs Fahrrad oft ganz anders aus als fürs Auto. In vielen Fällen gibt es schon jetzt brauchbare Alternativrouten jenseits der oft riskanten Hauptstraßen. Das Problem: Neueinsteigern und Ortsunkundigen sind sie unbekannt. Radverkehrs-Wegweisung ist Werbung fürs Radfahren mit praktischem Nutzen! Mit der Wegweisung für die Route 1 in Bremens Norden sowie dem touristisch interessanten Grünen Ring ist ein guter Anfang gemacht. Nun müssen weitere Stadtteilverbindungen ausgeschildert werden!

In der vom Senat erstellten Liste fehlen folgende baufällige Radwege sanierter/ zu sanierender Radwege an stark befahrenen Straßen:

In der vom Senat erstellten Liste fehlen folgende baufällige Radwege sanierter/ zu sanierender Radwege an stark befahrenen Straßen:
Hansestraße
Hemmstraße (Bahnunterführung bis Uni-Allee)
Konrad-Adenauer-Allee
Rembertiring (z.T. Radstreifen)
Kurfürstenallee
Bürgermeister-Spitta-Allee, bes. zwischen Aug.-Bebel-Allee und Bruno-Tacke-Straße
Parkallee (Südostseite)
Parallelweg
Stresemannstraße
Stauffenbergstraße
Julius-Brecht-Allee (Abschnitte)
Kurt-Schumacher-Allee (Abschnitte)
Woltmershauser Straße (kurze Abschnitte)
Hermann-Koenen-Straße
Breitenweg, Kurvenbereich von Juiststraße bis Unterführung Nordwestknoten
Hemelinger Heerstraße im Abschnitt Marsch- bis Nauheimer Str. / Anforderungsgerechter Ausbau des gesamten Beidrichtungsradwegs


 Suchen

© Copyright ADFC 2004-2010 | Impressum | Sitemap | Werbung